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Elektroauto Wallbox -
Was Sie vor dem Kauf einer Ladestation beachten sollten !

Wallbox Kauf
© Mennekes

Elektroautos erfreuen sich immer größerer Beliebtheit in Deutschland. Viele aktuelle Verbrennerfahrer geben an, beim nächsten Autokauf ein Elektrofahrzeug in Erwägung zu ziehen. Durch die zahlreichen Förderungen und Steuervorteile sind E-Autos zudem als Dienstwagen sehr interessant. Als zukünftiger Elektroauto Fahrer muss man sich besser früher als später auch mit der Anschaffung einer Ladestation beschäftigen.

Mit der Anzahl der erhältlichen Elektrofahrzeuge steigt auch die Auswahl an entsprechenden Wallboxen am Markt. Daher sollte man sich vor dem Kauf einer Ladestation ausreichend informieren, um das passende Modell für die eigenen Ansprüche zu finden.

▶ Warum man besser eine Wallbox kaufen sollte !

Vorteil 1: Komfort

Mit einer Wallbox laden Sie Ihr E-Auto schnell, sicher und komfortabel über Nacht auf und steigen morgens in ein vollgeladenes und temperiertes Fahrzeug.

Vorteil 2: Zeit

Mit einer 11kW Wallbox lädt man sein Elektrofahrzeug ca. 5x schneller, mit einer 22kW Wallbox sogar bis zu 10x schneller als an einer Haushaltssteckdose!

Vorteil 3: Effizient

Durch das Laden mit einer Wallbox reduziert man die Ladeverluste im Vergleich zum Laden an einer Haushaltssteckdose. Dies spart bares Geld bei der Stromrechnung.

Welche Vorteile hat der Kauf einer Wallbox?

Eine Wallbox verkürzt die Ladezeit des Elektro-Autos erheblich. In nur einer Stunde kann man je nach Ladeleistung und Verbrauch des Autos bis zu 150km Reichweite nachladen. Zusätzlich werden die Ladeverluste und dadurch auch die Stromkosten reduziert. Sollte man es mal eilig hat, spart man durch eine Wallbox einiges an Zeit und zusätzlich sogar noch Geld gegenüber dem Laden an einer 230V Haushaltssteckdose.

Unsere Bestseller Wallboxen in 2021

ADAC Test 08/19 sehr gut (1,1) Wallbox 11kW Heidelberg Home Eco (inkl. 5m Ladekabel)
KFW Förderfähig Wallbox 11kW ABL eMH1 1W1101 (inkl. 6m Ladekabel)
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▶ Ist eine Wallbox überhaupt nötig? Ich habe doch eine Steckdose!

Generell ist es auch möglich ein Elektroauto über eine normale 230V Steckdose zu laden. Anhand folgender Beispiele kann man erkennen, warum eine Haushaltssteckdose nicht die beste Wahl zum Laden eines Elektroautos ist.

Unsere 230V Haushaltssteckdosen sind nicht für eine lange Dauerbelastung mit so hohen Strömen ausgelegt. Um ein Überhitzen oder sogar Kabelbrand zu vermeiden, sollte man eine Haushaltssteckdose nicht dauerhaft mit hohen Ladeströmen belasten. Als Obergrenze sollten 10A Ladestrom (= 2,3kW) nicht überschritten werden.

Der Zeitfaktor

Lädt man sein E-Auto an einer Steckdose mit 10A auf, kommt man auf 2,3kW (230V x 10A) theoretische Ladeleistung. 

Um einen 40kWh Akku zu laden, benötigt man an einer:

230V Steckdose: mind. 18 Stunden
11kW Wallbox: ~3,7 Stunden
22kW Wallbox:  ~1,9 Stunden

Der Kostenfaktor

Beim Laden eines Elektroautos entstehen zwangsweise Ladeverluste. Von den 2,3kWh (230V*10A) Ladeleistung an einer Haushaltssteckdose gelangen nur ca. 2kWh wirklich in den Akku, der Rest sind Ladeverluste. Diese erhöhen die Ladezeit sowie die Ladekosten des Elektroautos. 

Die Ladezeit steigt durch die Ladeverluste bei einem 40kWh Akku von 18 auf mindestens 20 Stunden.

Dabei entstehen bei 20 Stunden Ladezeit ca. 6kWh Zusatzkosten.
Bei einem Strompreis von 0,30€/kWh sind das 1,80€ zusätzlich pro Ladevorgang !

Rechenbeispiel:
Renault Zoe an 230V Schukosteckdose laden:

Um einen kleinen 22 kWh Akku einer Renault Zoe aufzuladen, benötigt man theoretisch knapp 10 Stunden. In der Praxis liegt die tatsächliche Ladezeit allerdings bei etwa 15 Stunden. Das liegt an den sehr hohen Ladeverlusten, welche bei dem geringen Ladestrom von 10A bei der Renault Zoe auftreten. Zum Vergleich: An einer 22kW Wallbox ist der 22kWh Akku unserer Zoe in etwas über 1 Stunde geladen!

Am Beispiel einer Renault Zoe verbrauchen wir an der Steckdose also ~35kWh Leistung um den 22 kW Akku zu laden! Diese 35kWh müssen wir auch dem Stromanbieter bezahlen! Also zahlen wir ca. 60% zusätzlich zu der eigentlich benötigten Leistung.

© Renault

Die Zusatzkosten beim Laden über eine Schukosteckdose

Die Zusatzkosten beim Laden über eine 230V Steckdose betragen bei einer Renault Zoe ca. 3,90€ pro kompletten Ladevorgang von 0-100%. Lädt man das Elektroauto über eine 22kW Wallbox, belaufen sich die Ladeverluste lediglich auf 0,90€. Das sind 3€ weniger als beim Laden über eine Haushaltssteckdose bei jedem kompletten Ladevorgang. Allerdings sind die Ladeverluste einer Renault Zoe Q90 auch besonders hoch, bei anderen Elektroautos sollten diese etwas niedriger ausfallen.

Jetzt haben wir mit der 22 kWh Renault Zoe ein Elektroauto mit einem relativ kleinen Akku ausgewählt. Setzt man das in Vergleich zu einem Tesla Model S mit seinem bis zu 100 kWh großen Akku, kommen ganz andere Ladeverluste zustande. Außerdem würde der komplette Ladevorgang von 0-100% über eine Haushaltssteckdose ca. 2 Tagen dauern.

Mit einer Wallbox spart man beim Laden nicht nur eine Menge Zeit, sondern auch eine Menge Geld, so dass sich die Ausgaben für die Ladestation mit der Zeit amortisieren.

▶ Elektroauto Ladezeit und Reichweite berechnen

Berechnen Sie ganz einfach die zu erwartende Ladezeit und die voraussichtliche Reichweite Ihres Elektroautos. Bei der Ladezeit ist zu beachten, dass keine Ladeverluste berücksichtigt werden, da diese je nach Fahrzeug und Ladegeschwindigkeit variieren.

Ladezeit des E-Auto Akkus berechnen

Akkukapazität (40kWh) / Ladeleistung (22kW) = Ladedauer in Stunden

Reichweite des Elektroautos berechnen

Akkukapazität (40kWh) / Verbrauch (17kWh) *100 = Reichweite in km

▶ Wichtige Fragen vor dem Wallbox Kauf

Welche Ladeleistung soll die Wallbox bieten?

Vor dem Kauf einer Elektroauto Ladestation sollte man sich über die benötigte Ladeleistung der Wallbox Gedanken machen. Mittlerweile ist eine Vielzahl an Ladestationen erhältlich, welche sich in der Ladeleistung von 3,7kW bis 22kW,  sowie Ausstattung unterscheiden. Welche Wallbox sollte man also kaufen?

Die Ladeleistung einer Wallbox entspricht in etwa der Leistung, die dem Autoakku pro Stunde zugeführt werden kann. Je mehr Leistung die Ladestation zur Verfügung stellt, desto schneller wird der Akku des Fahrzeugs also geladen.

Allerdings muss das Elektroauto die zur Verfügung gestellte Ladeleistung der Wallbox auch aufnehmen können. Denn selbst an einer 22 kW Ladestation können manche E-Autos nur mit 3,7 kW laden. In diesen Fall wird dann die Ladefähigkeit des E-Autos zum limitierenden Faktor. Die Wallbox passt die eigene Ladegeschwindigkeit immer automatisch der maximalen Ladeleistung des Elektroautos an.

Weitere Informationen zum Thema:
Wallbox 11kW oder 22kW – Welche sollte ich kaufen?

Die meisten modernen 22kW Wallboxen lassen eine Einstellung der Ladeleistung zwischen 3,7kW bis 22kW zu, so dass man damit sehr flexibel aufgestellt ist. Wer weiß schon mit welcher Leistung das nächste E-Auto geladen werden kann?

Daher empfehlen wir mindestens eine 11kW, oder besser noch eine 22kW Wallbox zu installieren, damit man auch für zukünftige Anforderungen gerüstet ist.

Welche Leistung bietet der Hausanschlusskasten bzw. Zählerkasten / Unterverteilung?

Diese Frage kann am besten und zuverlässigsten ein Elektriker bzw. der lokale Netzbetreiber beantworten. Die meisten Hausanschlüsse bzw. Unterverteilungen liefern eine Leistung zwischen 22 kW (3x 32A Sicherungen) und 43 kW (3x 63A Sicherungen).

Verfügt der Hausanschluss nur über 22kW, wird man niemals ein Elektrofahrzeug mit ebenso dieser Leistung laden können, da während der Ladezeit kein weiterer Verbraucher im ganzen Haushalt aktiv sein dürfte. In diesem Fall empfiehlt es sich maximal mit einer Ladeleistung von 11 kW zu kalkulieren.

Besser sieht es bei einem Hausanschluss ab 34 kW Leistung aus. Hiermit kann durchaus der Akku des Fahrzeugs durchgängig mit bis zu 22 kWh geladen werden, solange kein weiterer Großverbraucher (z.B. Durchlauferhitzer) parallel in Betrieb genommen wird.

Weitere Informationen zur Leistung des Hausanschlusskastens und zur Installation einer Wallbox / Ladestation sind in unserem Wallbox Installation Guide zu finden. 

Ab einer Ladeleistung größer 11kW muss eine Genehmigung zum Betrieb der Ladestation beim Netzbetreiber eingeholt werden.

▶ Die ADAC Testsieger Wallboxen

Der Wallbox Test vom ADAC. In 2018 + 2019 hat der ADAC diverse Wallboxen verschiedener Ladeklassen getestet. Es wurden Wallboxen zwischen 3,7kW bis 22kW auf Sicherheit, Zuverlässigkeit und Bedienfreundlichkeit getestet. Allerdings waren leider auch viele interessante Modelle beim Wallbox Test nicht vertreten.

Auch wir haben die Heidelberg Home Eco Wallbox bereits getestet und sind ebenfalls zu einem sehr guten Testergebnis gekommen. Alle Wallboxen überzeugen durch einfache Bedienung, Zuverlässigkeit, Sicherheit sowie mit einem sehr guten Preis-Leistungs-Verhältnisses. Daher können wir die guten Ergebnisse der Ladestationen beim ADAC Wallbox Test durchaus nachvollziehen. 

▶ Welche Zusatzfunktionen soll die Wallbox bieten?

Das Ladekabel

Durch das Laden des Elektrofahrzeugs im Außenbereich bei schlechtem Wetter wird das Kabel oft nass und dreckig. Möchte man es regelmäßig im Fahrzeug mitführen, um z.B. auch an öffentlichen Ladeplätzen oder beim Arbeitgeber zu laden, muss das Ladekabel vor dem verstauen jeweils mühselig gereinigt werden.

Daher empfehlen wir, ein Ladekabel stets im Fahrzeug zu belassen und eines fix an der Ladestation. Dadurch gestaltet sich der Ladevorgang wesentlich einfacher und sauberer.  Ähnlich wie beim Tankvorgang verbindet man sein Auto mit der Ladestation und hängt das Kabel anschließend ordentlich zurück über einen Kabelhalter.

Sollte man sich für eine Wallbox mit integriertem Ladekabel entscheiden, muss die erforderliche Kabellänge unbedingt beachtet werden, damit man ohne Probleme den Ladeanschluss seines E-Autos erreichen kann. Bei einer Wallbox ohne festem Ladekabel besteht der Vorteil, sich die Länge und Beschaffenheit (z.B. mit Tesla Charge-Port-Opener) selber aussuchen zu können. Einige Ladestationen bieten die Möglichkeit, das Ladekabel auch außerhalb des Ladevorgangs fest mit der Box zu verriegeln, um diese gegen Diebstahl zu schützen.

Wallbox mit Zugriffsschutz bzw. Ladefreigabe

Falls die Ladestation frei zugänglich am Haus steht, sollte man überlegen, ob ein Zugriffsschutz benötigt wird. Dieser verhindert, dass fremde Personen ihr Fahrzeug an Ihrer Ladesäule auf Ihre Kosten laden können.
Der Schutz erfolgt üblicherweise über einen Schlüssel oder über eine RFID-Karte. Dadurch ist das Laden des Elektroautos nicht ohne vorherige Autorisierung über eine Chipkarte oder mit einem Schlüssel an der Wallbox möglich.

Integrierter Energiezähler in der Wallbox

Manche Wallboxen verfügen über einen integrierten Energiezähler, an dem diverse Leistungsdaten abgelesen werden können, wie zum Beispiel den momentanen Verbrauch oder den Gesamtverbrauch. So kann man auch den geladenen Strom des Dienstwagens mit dem Arbeitgeber abrechnen.

Alternativ bietet sich auch der Einbau eines Energiezählers in der Unterverteilung an, um die Verbrauchswerte der Ladestation abzulesen.

Wallbox mit Abrechnungsservice

Falls Sie beabsichtigen Ihre Wallbox für die Öffentlichkeit freizugeben, ist eine Ladestation mit integriertem Abrechnungsservice bzw. mit einer OCPP (Open Charge Point Protocol) Schnittstelle zu empfehlen. Dort stellen Sie im Backend System einfach Ihren verlangten Strompreis ein (z.B. 0,30€/kW) und erlauben Fremden bzw. dritten Personen, die Ladestation gegen Bezahlung zu nutzen. Die gesamte Abrechnung übernimmt dann der Abrechnungsservice bzw. das OCPP Backend System. Sie erhalten dann monatlich das Geld für Ihren „verkauften“ Strom bequem auf Ihr Konto überwiesen. Für diese Zusatzfunktion fällt bei manchen Anbietern allerdings eine monatliche Gebühr an.

Für eine einfache Abrechnung des Dienstwagenladestroms ist dieser Service nicht nötig. Dazu reicht in der Regel ein einfacher Energiezähler vollkommen aus. 

easee Portal Abrechnung

"Smarte" Wallbox - Ladestation mit App- oder Online- Funktionen

Legt man Wert auf einen Online Zugriff per App oder Webbrowser, bietet es sich an auf eine Wallbox mit integrierter Kommunikationsschnittstelle zurückzugreifen. Mit dieser Schnittstelle kann man bequem auf die Daten seiner Ladestation zugreifen und diese auswerten. Am verbreitetsten ist der WLAN bzw. LAN-Anschluss (Netzwerkkabel mitziehen nicht vergessen), sowie der Zugang über eine eingebaute Sim-Karte. Viele Wallboxen sind dadurch auch aus der Ferne jederzeit erreichbar und steuerbar.

Eine Bluetooth Verbindung ist aufgrund der beschränkten Reichweite nur bedingt empfehlenswert. Diese funktioniert in der Regel nur einige Meter im Umkreis der Ladestation.

Über solch einen Kommunikationszugriff erhält man umfangreiche Ladestatistiken sowie die Möglichkeit, den Ladevorgang zu steuern bzw. zu überwachen.

▶ Welche Schutzfunktionen sind für den Betrieb einer Wallbox nötig?

Für jeden Anschlusspunkt (Steckdose / Wallbox) ist nach DIN VDE 0100-722 eine eigene Fehlerstromschutzeinrichtung (FI-Schutzschalter bzw. RCD Typ-A) mit einem Bemessungsfehlerstrom I∆n ≤ 30 mA zu installieren. Zusätzlich ist ein Schutz gegen das Auftreten von glatten Gleichfehlerströmen (DC-Fehlerschutz) >6mA vorzusehen.

Viele Hersteller statten Ihre Ladestationen bereits mit integrierten Schutzvorrichtungen aus. Dadurch entfallen diese Schutzmaßnahmen bei der Installation in der Unterverteilung bzw. im Zählerschrank. Enthält die Wallbox z.B. bereits eine Gleichstromfehler- Erkennung (DC-Fehlerschutz), einen FI Typ A-EV oder einen FI Typ B, wird neben dem Leitungsschutzschalter nur noch ein einfacher und kostengünstiger FI Typ A (Kosten ca. 30€) benötigt. Das spart ca. 250-300€ beim Kauf der Elektro Komponenten bzw. bis zu 500€ bei der Installation durch einen Fachbetrieb.

Sollte die Wallbox nicht bereits vom Hersteller mit einem Schutz gegen DC-Fehlerströme >6mA ausgestattet sein, ist dies bei der Installation zu berücksichtigen. Dadurch kann eine vermeintlich günstige Elektroauto Ladestation schnell 300-500€ Mehrkosten bei der Installation verursachen.

Der Leitungsschutzschalter

Der Leitungsschutzschalter, oft auch Sicherungsautomat genannt, dient dazu Kabel bzw. Leitungen sowie elektrische Betriebsmittel vor Kurzschluss sowie Überlast zu schützen. Der Einsatz von Leitungsschutzschaltern (LS-Schaltern) ist gemäß DIN VDE 0100 vorgeschrieben.

Leitungsschutzschalter Wallbox

Der Fehlerstrom Schutzschalter (RCD) FI Typ-A

Der FI-Schutzschalter überwacht den Strom des Verbrauchers (z.B der Wallbox). Wird eine Differenz zwischen dem  zu- und abfließenden Strom >30mA festgestellt, löst der FI-Schutzschalter blitzschnell aus und unterbricht damit die Stromzufuhr. Dadurch wird sichergestellt, dass kein Fehlerstrom z.B. durch die Berührung eines defekten Kabels über den Menschen zur Erde abfließen kann. 

Der Gleichstromfehlerschutzschalter FI-Typ A-EV oder FI Typ-B

Viele Hersteller statten Ihre Ladestationen bereits mit integrierten Schutzvorrichtungen aus. Dadurch entfallen diese Schutzmaßnahmen bei der Installation in der Unterverteilung bzw. im Zählerschrank. Enthält die Wallbox z.B. bereits eine Gleichstromfehler- Erkennung (DC-Fehlerschutz), einen FI Typ A-EV oder einen FI Typ B wird neben dem Leitungsschutzschalter nur noch der kostengünstige FI Typ A (Kosten ca. 30€) benötigt. Dies spart ca. 250-300€ beim Kauf der Elektro Komponenten bzw. 500€ bei der Installation durch den Fachbetrieb.

Verfügt die Wallbox über keinen DC-Fehlerschutz ist dieser durch einen FI Typ-A-EV oder FI Typ-B bei der Installation zu berücksichtigen.

Wallbox FI-Schutzschalter Typ A-EV

▶ Wieviel kostet eine Wallbox?

Die Kosten einer Wallbox werden zum größten Teil durch die Zusatzausstattung der Ladestationen bestimmt. Die verschiedenen Ladeleistungen (zb. zwischen 11kW und 22kW) machen nur einen sehr geringen Preisunterschied aus. Daher empfehlen wir auch mindestens eine 11kW Wallbox, besser noch eine 22kW Ladestation zu kaufen und die gewünschte Ladeleistung entsprechend an der Wallbox einzustellen. So ist man auch für zukünftige E-Autos optimal vorbereitet und muss keine neuen Kabel verlegen lassen.

Die preiswerte Ladestation - Heidelberg Home Eco

Bis zu 11kW Ladeleistung inkl. 7,5m Ladekabel + DC-Fehlerstromerkennung + externer Freigabekontakt

ADAC 08/19 sehr gut (1,1) - TOP Kabellänge Wallbox 11kW Heidelberg Home Eco (inkl. 7,5m Ladekabel)

Volle Leistung - Die EVBox von Elvi

Bis zu 22kW Ladeleistung inkl. 6m Ladekabel + RFID + WLAN + BT + APP + OCCP + DC-Fehlerschutz

KFW Förderfähig Wallbox 22kW EVBox Elvi WLAN (inkl. 6m Ladekabel)

Top Ausstattung - Easee Home Wallbox

Bis zu 22kW Ladeleistung + RFID + WLAN + eSIM + Energiezähler + Lastmanagement + AC & DC Fehlerschutz + 3 Jahre Garantie

KFW-Förderfähig Wallbox 22kW Easee Home Laderoboter Schwarz

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Die Alternative - mobile Ladestation go-eCharger HOME+

Bis zu 22kW Ladeleistung + RFID + WLAN + APP + Energiezähler + AC & DC Fehlerschutz + mobile & stationäre Nutzung möglich

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▶ Die Wallbox Installations- Kosten durch einen Fachbetrieb

Falls bereits eine CEE Steckdose (380/400V Starkstromsteckdose) vorhanden ist, kann diese auch zur Installation der Wallbox genutzt werden. Je nach Leistung der Steckdose (16A oder 32A) lässt sich daran eine 11kW (16A CEE) oder eine 22kW Wallbox (32A CEE) betreiben. Beim Wallbox Kauf sollte auf eine integrierte Gleichtromfehler-Erkennung (DC-Fehlerschutz) geachtet werden, da diese ansonsten kostspielig in der Unterverteilung nachgerüstet werden müsste. Der Anschluss einer fest installierten Wallbox an eine CEE Steckdose ist nicht 100% normgerecht und müsste eigentlich über eine weitere Anschlussdose erfolgen. 

Die Installationskosten einer Wallbox sind von vielen individuellen Faktoren abhängig. Zu beachten wären u.a., die Entfernung zwischen Verteilung und Wallbox, die Verlegeart (auf/im Putz oder im Erdreich), die Anzahl der Wanddurchbrüche usw. Um Ihnen eine Vorstellung von den Installationskosten zu geben, haben wir nachfolgend 2 Muster Kostenvoranschläge (etwas gekürzt) zur Installation einer Elektroauto Ladestation  dargestellt. Das erste Beispiel zeigt eine Wallbox mit integriertem DC-Fehlerschutz, das Muster 2 zeigt einen beispielhaften Kostenvoranschlag zur Installation einer Wallbox ohne Gleichstromfehler-Erkennung. Der Aufpreis, um den fehlenden DC-Fehlerschutz in der Unterverteilung nachzurüsten, liegt in diesem Fall bei ca. 420€.

Muster 1 Kostenvoranschlag Wallbox Installation

Installation einer 22kW Wallbox (incl. DC-Schutz) inkl. 15 Meter Kabelweg Aufputz durch Rohre.

  • An- & Abfahrt 55€
  • Material 294€

    Leitungsschutzschalter 3P 32A, Fehlerstromschutzschalter Typ A 40A (30mA), 20m 5x6mm², Verlegerohr, Kleinmaterial

  • Arbeitszeit 440€

    8 Stunden (je 55€) Arbeitsaufwand Gesamt

  • Gesamtkosten incl. MWST 938€

Muster 2 Kostenvoranschlag Wallbox Installation

Installation einer 22kW Wallbox (ohne DC-Schutz) inkl. 15 Meter Kabelweg Aufputz durch Rohre.

  • An- & Abfahrt 55€
  • Material 645€

    Leitungsschutzschalter 3P 32A, Fehlerstromschutzschalter Typ-A-EV 40A (6mA), 20m 5x6mm², Verlegerohr, Kleinmaterial

  • Arbeitszeit 440€

    8 Stunden Facharbeiter (je 55€)

  • Gesamtkosten incl. MWST 1356€

Geld sparen beim Kauf und der Installation der Wallbox

Wallbox Installationsmaterial selber kaufen

Durch den eigenständigen Einkauf des benötigten Materials wie dem Wallbox Anschlusskabel, Leitungsschutzschalter, Fehlerstromschutzschalter, Verlegerohre bzw. Kabelkanäle lassen sich schon bis zu 40% der Materialkosten einsparen. Weitere Information sind in unserem Wallbox Installation Guide zu finden.

Wallbox Montage selber durchführen

Die Montage der E-Auto Ladestation gestaltet sich sehr einfach. Meistens werden dazu nur 2-4 Löcher in der Wand benötigt in welche die Wallbox dann mittels handelsüblicher Dübel befestigt wird. Vielen Ladestationen liegt bereits eine Bohrschablone sowie das benötigte Befestigungsmaterial bei. Die Montagekosten der Wallbox lassen sich dadurch komplett einsparen.

Heidelberg Wallbox Home Eco - Ladestation Elektro- & Hybrid Autos 11 kW maximale Ladeleistung (5m) - 5
20m M40 40mm Leerrohr Elektrokabel-Rohr gemufft hellgrau PVC -

Kabelweg zur Ladestation selber ausbauen

Wer über etwas handwerkliches Geschick verfügt, kann auch den Kabelweg von der Unterverteilung bis zur Wallbox selber ausbauen. Dafür werden z.B. Leerrohre mittels Rohrschellen (Klemmschellen) bzw. Kabelkanäle an die Wände gedübelt. Falls eine Verlegung innerhalb des Erdreichs nötig ist, kann man den benötigten Graben auch gut selber ausheben und eine Menge Geld einsparen. 

Kabel zwischen Unterverteilung und Wallbox selber verlegen

Auch die Kosten zur Kabelverlegung zwischen der Stromverteilung und der Elektroauto Ladestation kann man sich sparen, indem man die Leitung(en) selber verlegt. 

Am besten man legt direkt eine Netzwerkleitung sowie ein weiteres Kabel (3×1,5mm²) für Beleuchtung/Steckdose dazu. Die Kosten für die Kabel sind gering und man hat diese im Bedarfsfall direkt schon vor Ort liegen, z.B. für den Betrieb eines Staubsaugers oder einer Beleuchtung mit Bewegungsmelder. 

Elektroauto Wallbox Fördermittel beantragen

Mittlerweile gibt es einige lokale, sowie bundesweite Förderprogramme zum Kauf einer E-Auto Ladestation.

Das aktuell bekannteste Förderprogramm stellt die KFW Förderung 440 für fest installierte Wallboxen dar. In Anspruch nehmen können die KFW Wallbox Förderung private Eigentümer, Wohnungseigentümer- Gesellschaften, Mieter als auch Vermieter (Privatpersonen, Unternehmen, Wohnungsgenossenschaften, Bauträger) im nicht öffentlichen Bereich von bestehenden Wohngebäuden.

Aber auch die Landesregierung von NRW fördert mit dem Programm progres.nrw den Aufbau von Ladesäulen für Elektroautos. Anders als beim Förderprogramm der KFW können diese Förderung Firmen in Anspruch nehmen.

Erstattet werden bis zu 50% der Kosten, maximal jedoch 2000€ für jeden Ladepunkt.

Gefördert wird „Steuerbare Ladeinfrastruktur – Wallboxen und Ladesäulen“,  die Verkabelung, benötigte Elektro Komponenten, Parkplatzmarkierungen, Fundament- und Tiefbauarbeiten, sowie die kompletten Montage- und Inbetriebnahme- Kosten.

Achtung: Es werden nur Maßnahmen bewilligt welche erst nach dem entsprechenden Antrag beauftragt wurden.

▶ Kosten einer 22kW Wallbox Installation in Eigenregie

Material selber bestellen

Indem man das notwendige Installationsmaterial selber bestellt lassen sich bereits über 130€ an Materialkosten einsparen. Hat man sich für eine Wallbox ohne integrierten DC-Schutz entschieden und benötigt dadurch noch einen Fehlerstromschutzschalter Typ B oder Typ A-EV, beträgt die Ersparnis sogar über 300€.

Anschlusskabel selber verlegen

Die größte Einsparung lässt sich erreichen, indem man die notwendigen Vorarbeiten, wie den Ausbau des Kabelweges mit Kabelrohren oder Kabelkanälen, sowie das Verlegen des Anschlusskabels zwischen der Unterverteilung und der E-Auto Ladestation selbst erledigt. Zwischen 300€ bis 1000€ Kosten Einsparung sind hier je nach Arbeitsaufwand möglich. Gerade wenn der Kabelweg durch das Erdreich führt kann man durch Eigenleistung eine Menge Geld einsparen.

Die elektrischen Anschlussarbeiten an einer Wallbox und der Unterverteilung bzw. Zählerschrank sollten nur durch eine qualifizierten Elektrofachkraft ausgeführt werden. 

Beispiel Installations- Material für eine 11kW und 22kW Wallbox

▶ Welche Alternative gibt es zur Wallbox?

Neben den fest zu installierenden Wallboxen gibt es als Alternative noch die mobilen Ladestationen.  Auch diese haben alle nötigen Schutzvorrichtungen in der Regel bereits integriert und bieten den Vorteil, dass zum Anschluss lediglich eine Steckdose benötigt wird. An einer 3-phasigen 16A CEE  Steckdose ist eine Ladeleistung bis 11kW, an einer 3-phasigen 32A CEE Steckdose sogar bis 22kW möglich. 

Zudem bieten fast alle mobilen Ladestationen die Möglichkeit mobil sowie stationär über eine Wandhalterung betrieben zu werden. Dies macht die Ladegeräte sehr flexibel, sind sie doch für Reisen schnell im Kofferraum verstaut.

▶ Die besten mobilen Ladestationen:

Preis-Leistung Sehr gut Mobile Ladestation go-e Charger Home+ 22kW 32A
ADAC Testsieger 09/2019 sehr gut (1,3) Mobile Ladestation JUICE BOOSTER 2 + German Traveller Paket (22kW, inkl. 5,2m Kabel Typ2)
TOP Ausstattung Mobile Ladestation NRGkick 32A (22kW, inkl. 7,5m Kabel Typ2, CEE Anschluss, Bluetooth, Energiezähler, mobil)

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ADAC Testsieger 09/2019 sehr gut (1,3) Mobile Ladestation JUICE BOOSTER 2 + Tesla Model 3 Paket (22kW, inkl. 5,2m Kabel Typ2)

▶ Wallbox oder Mobile Ladestation?

Möchte man lieber den Komfort einer fest installierten Wallbox oder benötigt man die flexibilität einer mobilen Ladestation? Beide Varianten haben jeweils Ihre Vor- & Nachteile, wodurch jeder zukünftige Elektrofahrzeug Besitzer sich diese Frage individuell beantworten muss.

Wallbox oder Mobile Ladestation, welche Variante ist günstiger?

Legt man den Fokus auf den reinen Kaufpreis, überzeugt auf den ersten Blick die Wallbox. Bei gleicher Leistung und Ausstattung nähern sich beide Varianten aber bereits an. Ist bereits eine CEE Steckdose vorhanden, entfallen die Installationskosten bei der mobilen Ladestation vollständig und die Gesamtkosten beschränken sich auf den reinen Kaufpreis des Gerätes. Eine Wallbox kann mit geringen Modifikationen allerdings auch auf eine bereits vorhandene CEE Steckdose als Energiequelle zurückgreifen. 

Flexibilität: Wallbox gegen Mobile Ladestation

Bei der Flexibilität gewinnt klar die Mobile Ladestation. Durch die Vielzahl der verfügbaren Adapter kann diese an fast jeder Stromquelle unterwegs betrieben werden. Besonders auf der Urlaubsreise ist man sehr flexibel, da fast jedes Hotel mindestens eine Steckdose zur Verfügung hat. Voraussetzung dafür ist, dass die Ladestation inkl. Adaptern auch immer im Kofferraum des Autos mitgeführt wird.

Erfahrungsgemäß bleibt die mobile Ladestation nach den ersten Wochen in der Garage hängen, da das ständige Ein- und Auspacken vielen auf Dauer zu umständlich wird.

Komfort und Optik: Wallbox gegen Mobile Ladestation

Hier spielt die fest installierte Wallbox ihre Stärke aus. Stecker nehmen, anstecken und vor dem losfahren das Kabel wieder auf die Halterung hängen. 

Obwohl es mittlerweile auch für die meisten mobilen Ladestationen schon Wandhalter gibt, gewinnt hier spätestens bei dem optischen Erscheinungsbild die fest installierte Wallbox. Auch der Diebstahlschutz ist bei der Wallbox wesentlich besser als bei einer mobilen Ladestation.

▶ PV-Überschuss Laden - Anbindung der Wallbox an die eigene Solaranlage

Sein E-Auto über eine Wallbox mit Solarstrom aus der eigenen PV-Anlage zu laden, macht durch stetig steigende Strompreise und regelmäßig sinkende Einspeisevergütungen immer mehr Sinn.

Dazu kann man sein Elektroauto kaum „grüner“ und umweltschonender laden, als mit dem PV-Strom vom eigenen Dach.

Wir haben die verschiedenen Wege zur Steigerung des PV-Eigenanteils und gleichzeitiger Senkung des externen Strombedarfs hier zusammengefasst.

▶ Ökostrom muss nicht teuer sein - Vergleichen Sie die Preise

Um ein Elektroauto umweltfreundlich bzw. emissionsfrei zu fahren, sollte man auch beachten, woher der Ladestrom stammt. Nur durch den Bezug von zertifizierten Ökostrom aus Solar-, Wind- oder Wasserenergie schonen Sie wirklich die Umwelt bei der Herstellung, sowie beim Verbrauch der Energie.

Dabei muss Ökostrom nicht einmal teuer sein, vergleichen Sie selbst:

Keine Zeit oder Lust auf selber machen?