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CEE Steckdosen Installation - Mobile Ladestation betreiben

CEE Steckdose selber installieren

Wer handwerklich etwas begabt ist und sich ausreichend informiert kann bei der Installation einer CEE Steckdose bis zu 500€ sparen.

Wer die benötigten Komponenten sowie das Anschlusskabel selbst kauft und installiert, muss zusätzlich nur noch die reinen Anschluss- und Abnahme- Kosten für einen Elekrofachbetrieb einplanen.

Da alle mir bekannten Mobilen Ladestation bereits mit einer DC-Fehlerüberwachung ausgestattet sind ist für die fachgerechte Installation lediglich noch der günstige (ca. 25€) FI  Typ A sowie der passende Leitungsschutzschalter in der Hausinstallation erforderlich.

Die benötigten Materialien zur Installation einer CEE Steckdose

Um eine Mobile Ladestation bzw. Mobile Wallbox zu betreiben wird eine passende CEE Steckdose benötigt. Diese gibt es als 1-phasige Variante mit 16A (max 3,7kW Leistung), 3-phasig mit 16A (max 11kW Leistung) und 3-phasig mit 32A (max 22kW Leistung).

Welche CEE-Steckdose benötige ich?

Eine CEE-Steckdose mit 32A bzw. 22kW Leistung wäre optimal, dadurch kann man sein Elektroauto schnell und effektiv laden. Selbst wenn man diese Ladeleistung nicht braucht oder das aktuelle Elektroauto diese nicht nutzen kann ist man für zukünftige Anforderungen optimal vorbereitet.

Allerdings muss diese Leistung der Hausanschluss bzw. die Unterverteilung auch zur Verfügung stellen. Erfahrungsgemäß ist der Betrieb einer 3-phasigen CEE Steckdose mit 16A/11kW meistens möglich. Ob auch eine 32A/22kW CEE-Steckdose bedenkenlos betrieben werden kann sollte mit einer Elektrofachfirma abgestimmt werden. 
Für weitere Informationen siehe auch: 
„Welche Leistung unterstützt der Hausanschluss bzw die Unterverteilung?“

Kabeltyp und Kabelquerschnitt zur CEE-Steckdose bestimmen

Der Kabelweg zur Steckdose

Nachdem der richtige Ort zur Befestigung der Steckdose bereits bestimmt wurde, lässt sich auch der optimale Kabelweg dorthin ausbauen. In den meisten Fällen wird das Anschlusskabel von der Unterverteilung bzw. dem Zählerschrank zu der Ladestation durch Kabelrohre oder Kabelkanäle verlegt. Die Rohre lassen sich mit Klemmschellen, die Kabelkanäle direkt mit Dübeln einfach an der Wand befestigen. Die Kabelrohre bzw. der Kabelkanal sollten ausreichend dimensioniert sein, um das Zuleitungskabel der CEE Steckdose sowie optionale Leitungen für Netzwerk, Steckdose oder Beleuchtung aufnehmen zu können. 

Kabellänge und Kabeltyp zur CEE-Steckdose

Nachdem die Position der Steckdose bekannt ist und der Kabelweg bereits ausgebaut oder zumindest geplant wurde kann man die Kabellänge ausmessen. Hierbei sollte man nicht zu geizig rechnen, ein Kürzen des Kabels ist leicht möglich, ein Verlängern nur mit hohem Aufwand. Zusätzlich zur reinen Kabelstrecke sollte man an beiden Enden noch ca. 1-1,5 Meter für den Elektriker zum Anschließen Reserve lassen.

Der richtige Kabeltyp für die CEE Steckdosen Installation ist von verschiedenen Faktoren abhängig, wie die Verlegeart, Umgebungstemperatur,  Einsatzort usw. Im Zweifelsfall sollte der Kabeltyp von einem Elektrofachbetrieb festgelegt werden. Die folgenden Kabeltypen stellen nur Beispiele dar, es sind noch zahlreiche weitere zulässig. 

NYY-J
Erdkabel

Sehr stabiles Kabel, gut isoliert, allerdings sehr starr und schwer zu verlegen.

Darf in Rohren, Kabelkanälen, in der Erde, im Freien und unter Wasser verlegt werden. Sonne und Kälte sind kein Problem.

Zu empfehlen wenn mehrere Meter durch das Erdreich verlegt werden müssen, um die Ladestation zu erreichen.

NYM-J
Matelleitung

Stabiles Kabel, etwas starr. Günstig und in jedem Baumarkt zu bekommen.

Zur Verlegung auf, über, im und unter Putz in trockenen, feuchten und nassen Räumen sowie im Mauerwerk und in Beton. Nicht für direkte Sonneneinstrahlung geeignet.

Zu empfehlen, wenn die Leitung ausschließlich im Inneren verlegt wird.

H07RN-F Gummileitung

Sehr flexible Leitung, gut isoliert, relativ einfach zu verlegen.

Zur losen Verlegung in Rohren sowie Kabelkanälen in Nassen und feuchten Räumen. Darf im Freien und teilweise unter Wasser verlegt werden. Direkte Sonneneinstrahlung sowie Kälte sind kein Problem.

Zu empfehlen, wenn keine Verlegung durch das Erdreich oder unter Putz notwendig ist.

Den Kabelquerschnitt zur CEE-Steckdose bzw. mobilen Wallbox bestimmen

Die Dimensionierung der Zuleitung zu der CEE Steckdose hängt unter anderem von der Leistungsaufnahme, sowie von der Leitungslänge ab. Je dicker der Querschnitt des Zuleitungskabels ausgelegt wird, desto mehr Leistung steht uns an der Steckdose bzw. der mobilen Ladestation zur Verfügung. Es kann auch Sinn machen, den Leitungsquerschnitt etwas dicker als nötig auszulegen, um die Leistungsverluste und die damit zusammenhängenden Stromkosten durch die Kabellänge zu verringern.

Unsere mobile Ladestation Kabelquerschnitt Empfehlung:

11kW Ladestation Kabelquerschnitt

Unter Berücksichtigung der Leitungsverluste und der Kabelkosten wären folgende Kabelquerschnitte zum Anschluss einer 16A CEE-Steckdose (max 11kW Ladeleistung) empfehlenswert:

bis 25m = 5x 2,5mm²
bis 40m = 5x 4,0mm²
bis 70m = 5x 6,0mm²

22kW Ladestation Kabelquerschnitt

Unter Berücksichtigung der Leitungsverluste und der Kabelkosten wären folgende Kabelquerschnitte zum Anschluss einer 32A CEE-Steckdose (max 22kW Ladeleistung) empfehlenswert:

bis   35m = 5x   6,0mm²
bis   60m = 5x 10,0mm²
bis 100m = 5x 16,0mm²

ACHTUNG: Alle hier angeführten Berechnungen sowie Empfehlungen zur Ladestation Installation für Kabelquerschnitte und Kabeltypen sind nur als Beispiel zu betrachten und ersetzen nicht die Berechnungen von Technikern, Elektrikern oder sonstigem Fachpersonal.

Der Leitungsschutzschalter (ugs. Sicherungsautomat)

Der Leistungsschutzschalter wird zur Absicherung bzw. Schutz des Zuleitungskabels unabhängig von der bereits integrierten Schutzeinrichtungen der Ladestation benötigt. Dieser wird in der Unterverteilung bzw. im Zählerschrank installiert. Der LS-Schalter schützt unsere Leitung vor Überhitzung und Bränden, sollten höhere Ströme als vorgesehen durch diese fließen, beispielsweise bei einem Kurzschluss oder einer Fehlfunktion der Ladestation. Der Bemessungsstrom des Leitungsschutzschalters richtet sich in erster Linie nach der Dimensionierung unseres Zuleitungskabels zur Steckdose bzw. mobilen Wallbox. Weitere Faktoren sind der Kabelweg, die Verlegungsart sowie die Umgebungstemperatur. 

Leitungsschutzschalter 1-phasige 16A Steckdose (3,7kW Ladeleistung)

Sicherungsautomat dimensioniert für eine 16A Camping Steckdose mit mindestens 3x 2,5mm² Zuleitungskabel.

Leitungsschutzschalter 16A CEE-Steckdose (max 11kW Ladeleistung)

Sicherungsautomat dimensioniert für eine 11kW Ladestation mit mindestens 5x 2,5mm² Zuleitungskabel

Leitungsschutzschalter 32A CEE-Steckdose (max 22kW Ladeleistung)

Sicherungsautomat dimensioniert für eine 22kW Ladestation  mit mindestens 5x 6,0mm² Zuleitungskabel

Der CEE-Steckdosen Fehlerstromschutzschalter (Fi-Schalter, RCD)

Für jeden Anschlusspunkt (Steckdose / Ladestation) ist nach DIN VDE 0100-722 eine eigene Fehlerstromschutzeinrichtung (FI-Schutzschalter bzw. RCD Typ-A) mit einem Bemessungsfehlerstrom I∆n ≤ 30 mA zu installieren. Zusätzlich ist ein Schutz gegen das Auftreten von glatten Gleichfehlerströmen (DC-Fehlerschutz) >6mA vorzusehen.

Da alle mir bekannten Mobilen Ladestationen bereits über eine integrierte DC-Fehlerschutzerkennung verfügen,  reicht ein einfacher Fehlerstromschutzschalter Typ-A als Schutzmaßnahme aus.

Ist die Gleichstromüberwachung jedoch nicht in der Mobilen Ladestation integriert, muss diese durch einen FI Typ A-EV oder einen FI Typ B in der Unterverteilung realisiert werden. Da ein FI-Schalter mit DC-Fehlerschutz recht teuer  in der Anschaffung ist (ca. 300 Euro), sollte man bereits beim Kauf der Ladestation darauf achten, dass diese bereits über einen integrierten DC-Fehlerschutz verfügt.

Der Fehlerstromschutzschalter, egal welchen Typs, wird in der Regel vor dem Leitungsschutzschalter verbaut.

FI-Schalter für 3-Phasige CEE-Steckdosen (16+32A)

FI-Schalter für 3-Phasige CEE-Steckdosen (16+32A) incl. DC-Fehlerschutz

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